Allgemeine Geschäftsbedingungen

Diese Bedingungen gelten für die Nutzung des Dienstes ProveSec. ProveSec richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.

Anbieter

ProveSec
Inhaber: Lokmen Romdhane
Wilhelm-Leuschner-Str. 9
38228 Salzgitter
Deutschland

E-Mail: support@provesec.de

1. Geltungsbereich und B2B-Ausrichtung

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung des Dienstes ProveSec zwischen dem Anbieter und dem Kunden.

(2) ProveSec richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB werden keine kostenpflichtigen Verträge geschlossen.

(3) Der Kunde bestätigt bei der Registrierung, dass er als Unternehmer handelt und ProveSec im Rahmen seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit nutzt.

(4) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

2. Leistungsgegenstand

(1) ProveSec stellt einen webbasierten Dienst bereit, mit dem öffentlich erreichbare Websites automatisiert und passiv auf technische Sicherheitsaspekte untersucht werden. Der Leistungsumfang richtet sich nach den im Produkt tatsächlich verfügbaren automatisierten Prüfungen sowie dem jeweils gebuchten Tarif.

(2) Die Ergebnisse werden in Form eines Security Scores, einzelner Findings sowie automatisiert abgeleiteter Handlungsempfehlungen dargestellt.

(3) Ausdrücklich gilt:

  • ProveSec führt keinen vollständigen Penetrationstest durch.
  • ProveSec garantiert nicht die Erkennung sämtlicher Sicherheitslücken, Fehlkonfigurationen oder sonstiger Risiken.
  • Security Scores, Findings und Empfehlungen sind automatisiert erzeugte technische Bewertungen und ersetzen keine individuelle Sicherheitsprüfung oder Beratung.
  • Ein gutes Scan-Ergebnis bedeutet nicht, dass eine Website vollständig sicher ist.

(4) Der Anbieter schuldet keine Beseitigung festgestellter Schwachstellen und keine Absicherung der geprüften Systeme.

3. Tarife und Leistungsumfang

Kostenlos — 0 €

  • 1 Website
  • ein kostenloser Scan einmalig pro Konto
  • zusätzlich kann jede Domain systemweit nur einmal kostenlos gescannt werden, unabhängig vom nutzenden Konto
  • kein Monitoring, keine PDF-Berichte, keine KI-Auswertung, keine E-Mail-Benachrichtigungen

Pro — 29 € netto pro Monat zzgl. gesetzlicher MwSt.

  • 1 Website
  • 20 Scans pro Monat
  • Monitoring
  • PDF-Berichte
  • KI-Auswertung
  • E-Mail-Benachrichtigungen

Business — 79 € netto pro Monat zzgl. gesetzlicher MwSt.

  • bis zu 10 Websites
  • 250 Scans pro Monat
  • Monitoring
  • PDF-Berichte
  • KI-Auswertung
  • E-Mail-Benachrichtigungen

Weitergehende Leistungen, insbesondere Teammitglieder, API-Zugang, Webhooks, Slack- oder Teams-Integrationen sowie Priority Support, sind nicht Vertragsbestandteil.

4. Vertragsschluss und Zahlungsabwicklung

(1) Der Kunde kann ein kostenloses Konto anlegen. Ein kostenpflichtiges Abonnement kommt zustande, indem der Kunde den gewünschten Tarif auswählt und den Bezahlvorgang erfolgreich abschließt.

(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über die Zahlungsdienstleister Stripe und – sofern im Bezahlvorgang angeboten – PayPal. Es stehen die im jeweiligen Bezahlvorgang angebotenen Zahlungsarten zur Verfügung. Bei Zahlung über PayPal wird der gebuchte Tarif erst freigeschaltet, sobald PayPal die Zahlung bestätigt hat.

(3) Alle angegebenen Preise sind Nettopreise und verstehen sich zzgl. der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer.

(4) Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den jeweiligen monatlichen Abrechnungszeitraum.

5. Vertragslaufzeit und Verlängerung

(1) Die Tarife Pro und Business werden als monatliches Abonnement abgeschlossen.

(2) Das Abonnement verlängert sich jeweils um einen weiteren monatlichen Abrechnungszeitraum, sofern es nicht zuvor gekündigt wird.

6. Kündigung

(1) Der Kunde kann das Abonnement jederzeit im Kundenbereich kündigen. Die Kündigung wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam.

(2) Bis zum Ablauf des laufenden Abrechnungszeitraums bleibt der gebuchte Tarif grundsätzlich nutzbar.

(3) Eine bereits vorgemerkte Kündigung kann bis zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums über die entsprechende Funktion im Kundenbereich wieder aufgehoben (reaktiviert) werden.

(4) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

7. Tarifwechsel

(1) Ein Upgrade von Pro auf Business kann während des laufenden Abrechnungszeitraums vorgenommen werden. Die anteilige Abrechnung der Differenz erfolgt über den beim Abschluss gewählten Zahlungsdienstleister (Stripe oder PayPal).

(2) Die Business-Leistungen werden erst nach erfolgreicher Zahlungsabwicklung freigeschaltet. Schlägt die Zahlung für das Upgrade fehl, bleibt der bisherige Pro-Tarif bestehen.

(3) Bei einer Herabstufung gelten die technischen Limits des neuen Tarifs. Bereits gespeicherte Websites und Scan-Historien werden nicht allein aufgrund der Herabstufung gelöscht; Websites oberhalb des im neuen Tarif zulässigen Limits können jedoch inaktiv werden und stehen dann nicht mehr für neue Scans oder Monitoring zur Verfügung.

8. Zahlungsverzug

Befindet sich der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug oder schlägt eine Zahlung fehl, ist der Anbieter nach Maßgabe der gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen berechtigt, kostenpflichtige Leistungen einzuschränken oder den Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen zu sperren. Die gesetzlichen Ansprüche des Anbieters, insbesondere auf Verzugszinsen und Ersatz des Verzugsschadens, bleiben unberührt.

9. Berechtigung zum Scannen einer Domain

(1) Der Kunde darf über ProveSec ausschließlich Websites und Domains analysieren, die er selbst betreibt oder für deren Sicherheitsprüfung er über eine ausreichende Berechtigung des jeweils Berechtigten verfügt.

(2) Die Nutzung von ProveSec für unberechtigte Sicherheitsprüfungen fremder Systeme ist untersagt.

(3) Der Kunde ist allein dafür verantwortlich, dass die erforderliche Berechtigung vorliegt, und stellt dies vor jedem Scan sicher.

10. Unzulässige Nutzung

Dem Kunden ist insbesondere untersagt:

  • jede rechtswidrige Nutzung des Dienstes,
  • die unberechtigte Prüfung fremder Systeme,
  • die Umgehung von Scan-, Tarif- oder Rate-Limits,
  • missbräuchliche automatisierte Zugriffe auf den Dienst,
  • die Beeinträchtigung oder Manipulation der ProveSec-Infrastruktur,
  • die Nutzung des Dienstes zur Vorbereitung oder Durchführung rechtswidriger Angriffe auf IT-Systeme.

11. Maßnahmen bei Missbrauch

Bei erheblichen Verstößen gegen diese Nutzungsbedingungen behält sich der Anbieter vor, den Zugang des Kunden im rechtlich zulässigen Umfang einzuschränken oder zu sperren sowie den Vertrag bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen außerordentlich zu kündigen. Der Anbieter berücksichtigt dabei die berechtigten Interessen des Kunden und wird, soweit möglich und zumutbar, vorab auf den Verstoß hinweisen.

12. Verfügbarkeit

Der Anbieter ist um eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes bemüht, sagt jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote und kein Service Level Agreement zu. Vorübergehende Einschränkungen können insbesondere durch Wartungsarbeiten, Sicherheitsmaßnahmen, notwendige technische Anpassungen sowie durch Umstände außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (etwa Störungen bei Infrastrukturdienstleistern oder im Internet) auftreten.

13. Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, im Rahmen einer übernommenen Garantie sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften, insbesondere dem Produkthaftungsgesetz.

(2) Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die darauf beruhen, dass der Kunde Empfehlungen des Dienstes nicht, verspätet oder fehlerhaft umsetzt, oder darauf, dass eine bestehende Schwachstelle durch die automatisierte passive Analyse nicht erkannt wurde; Absätze 1 bis 3 bleiben unberührt.

(5) Der Kunde bleibt für die regelmäßige Sicherung seiner Daten sowie für die Sicherheit der von ihm betriebenen Systeme selbst verantwortlich.

14. Datenschutz

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die Datenschutzerklärung.

15. Änderungen dieser AGB

(1) Änderungen dieser AGB werden dem Kunden in Textform mitgeteilt.

(2) Soweit eine Änderung der AGB die Zustimmung des Kunden erfordert, wird ProveSec diese Zustimmung in geeigneter Weise einholen.

(3) Änderungen, die ausschließlich aufgrund zwingender gesetzlicher Vorgaben oder gerichtlicher Entscheidungen erforderlich sind, können im hierfür erforderlichen Umfang vorgenommen werden. Der Kunde wird über solche Änderungen in Textform informiert.

(4) Änderungen wesentlicher Vertragspflichten, insbesondere des wesentlichen Leistungsumfangs oder der vereinbarten Vergütung, richten sich nach den hierfür geltenden vertraglichen und gesetzlichen Voraussetzungen.

16. Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters. Der Anbieter ist darüber hinaus berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen. Zwingende gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.